Fortführung
der Historischen Lehrbaustelle der Bauakademie von
Karl Friedrich Schinkel mit dem Wiederaufbau des 3-Stützen-Raumes 1. OG
Bereits das zweite Mal legt Senatsbaudirektor Stimmann Hand an, um
gemeinsam mit den Auszubildenden des Bildungsvereins Bautechnik zu
werben für den Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie.
Im Jahr 2000 haben die den Verein tragenden Bauverbände mit der Errichtung
der Musterfassade aus Backstein den Beweis angetreten, dass das handwerkliche
und künstlerische Know how für das einzigartige bildkünstlerische
Programm von Schinkel in der Region vorhanden ist.
Jetzt wendet sich der Bildungsverein Bautechnik dem Innenleben der
Bauakademie zu und errichtet einen Musterraum, den 3-Stützen-Raum. Im
Rahmen einer Schaubaustelle zeigen wir das Können der Lehrlinge aus dem
Bauhaupt- und Baunebengewerbe. Die begonnenen Arbeiten knüpfen
wiederum an die Tradition der Bauakademie von 1836 an – das Gebäude
war
damals Ausbildungsstätte für den fachlichen Nachwuchs.
Bauherr für dieses Projekt ist der Bildungsverein Bautechnik - getragen
von der IG Bauen-Agrar-Umwelt, dem Bauindustrieverband und der Fachgemeinschaft
Bau - in Kooperation mit dem Verein Internationale Bauakademie.
Im Laufe der Bauarbeiten werden die Azubis den Berlinern zeigen, wie man
Kappendecken mauert, wie man Sandstein zu Kapitellen verarbeitet, oder den
Schinkelschen Verband herstellt. Ziegler und Bildhauer führen den
anspruchsvollen Herstellungsprozess der Terrakotten vor.
Alle Beteiligten verbinden mit dem erneuten Engagement die Hoffnung, dass es
nicht bei Fassadenteilen oder Attrappen aus Stahl und Plastik bleibt, sondern
eines der bedeutendsten Gebäude der Kupfergrabenlandschaft endlich wieder
errichtet wird.¹
Seit März 2005 sind Lehrlinge aus dem ÜAZ Bauwirtschaft Frankfurt
(Oder)-Wriezen an diesem Projekt beteiligt.
¹ Quelle: B I L D U N G S V
E R E I N B A U T E C H N I K
Presseerklärung Berlin, 15.12.2004
