Mehr als nur kochen und putzen „Wahre Multitalente"
Frankfurt/Oder (efi). Sie können backen,
servieren, nähen und suchen einen Arbeitsplatz - die Hauswirtschafter/innen
vom ÜAZ.
„Viele denken sich: Das bisschen Haushalt schaff ich auch
allein", vermutet Sigrid Hesse, Ausbilderin für die Facharbeiter/innen
der Hauswirtschaft im Überbetrieblichen Ausbildungzentrum (ÜAZ). Hauswirtschaftslehre
ist ein bislang eher unbekannter Ausbildungsberuf. Doch in diesem Dienstleistungsberuf
stekken viele Einzelberufe. Die jungen Leute werden im Kochen, Nähen, Backen,
Servieren, Dekorieren und vielem mehr ausgebildet. Besonders die Hilfe im Privathaushalt
kann eine Unterstützung sein. Vom Kind über den Haushalt bis hin zum
Garten versorgen Hauswirtschafter/innen alle Bereiche im Haus. Sie können
bei Alltagsverrichtungen unterstützen, zum Beispiel dem Kleinkind beim
Schnürsenkelbinden helfen. Aber auch die Beschäftigung und Unterhaltung,
wie zum Beispiel mit dem Senior Schach spielen, gehört ebenso zum Beruf
wie Gebäudereinigung und Essenversorgung.
Sigrid Hesse erklärt: „Alle
verfügen über fachliches Können in etlichen Bereichen, und sind
flexibel einsetzbar." Im Bereich Ernährung glänzen die jungen
Leute mit erweitertem Wissen. Sie können für Diabetiker/innen genauso
kochen wie für Kleinkinder. „Im Osten ist dieser Beruf auch weniger
bekannt, die finanziellen Mittel fehlen auch. Doch viele Interessenten wissen
vielleicht auch nicht, wohin sie sich bei Bedarf wenden sollen", vermutet
Sigrid Hesse.
Die 20-jährige Katja Löpert will eine Ausbildung zur
Hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin machen. „Ich würde am liebsten
in einem Privathaushalt arbeiten", erzählt Susanne Hellwig, dafür
würde sie auch einen Umzug in die alten Bundesländer in Kauf nehmen.Sigrid
Hesse erklärt: „Für die meisten sind unsere Auszubildenen zu
jung und somit noch nicht erfahren genug. Aber unsere Mädels und Jungs
sind wahre Multitalente und wollen ihre Fachkompetenz gern unter Beweis stellen.
Sie verdienen eine Chance."
