Ein Sprichwort sagt: „Was lange währt wird gut“

Nach dem Amtsantritt der Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel, Frau Dr. Tiemann, am 07.12.2003 wurde der Wunsch geäußert, ein Stadtwappen für das zu sanierende Altstädtische Rathaus zu schaffen.

Auf dem Berufemarkt im Jahr 2004 wurde das Projekt konkretisiert.
Im Jahr 2005 wurde es in Angriff genommen durch Auszubildende im Kooperativen Modell. Die Vorlage für das Wappen erhielten wir auf Anfrage aus der Stadtverwaltung. Gewählt wurde das Material Naturstein, um das Ergebnis im hochwertigen Bereich anzusiedeln. Für die Abdeckung der einzelnen Farbtöne wurden im Vorfeld die Gesteinsarten mit den Handelsnamen durch die Auszubildenden festgelegt:

Farbe gelb Kalkstein Jaune de Espange
Farbe blau  Foyait Azul Bahia
Farbe grün Serpentinit  Verse Naoussa
Farbe grau Granit Darang
Farbe rot  Migmatit Multicolor
Farbe schwarz  Basalt Schwarz-Schwedisch
Farbe weiß Dolomitmarmor Thassos
Farbe hellbraun Orthogneis Juparana Classico
Farbe dunkelbraun Granit Baltic Brown
Farbe hellbeige Granulit Rio Branco


Im Fachbereich Trockenbau wurden die Untergründe aus Ständerwerk und Gipskarton in einer Größe von 2,50m x 2,00m erstellt. Der Fachbereich Fliesenbau übernahm die Aufgabe, den Untergrund vorzubereiten mit einer Grundierung für saugende Flächen und das Muster auf die vorbereitete Unterlage aufzubringen. Die Übertragung der Zeichenvorlagen erfolgte mit dem Overheadprojektor, wobei hier besondere Zeichenkünste der Azubis nötig waren.
Die Mosaiksteine wurden mit der zur Verfügung stehenden Technik aus 30cm x 30cm kalibrierten Platten selbst zurechtgeschnitten. Dafür wurde die Brückensäge „CST 100“ genutzt. Konturen für die einzelnen Gestaltungen wurden mit der Kurvenscheidmaschine „Revolution“ und der Bandsäge „HWS 200“ ausgeführt. Das Setzen des Mosaikbildes erfolgte auf Grund der Größe und Kompaktheit in der positiven Methode, das heißt die Mosaiksteinchen und auch größere Schnittstücken wurden einzeln auf den Untergrund mit einem flexiblen Klebemörtel der Zuordnung C2FT aufgebracht.
Zum Berufemarkt im September 2005 konnte sich Frau Dr. Tiemann vom Fortgang der Arbeiten überzeugen. Das Wappen wurde fertiggestellt und im Foyer des ÜAZ aufbewahrt. Es wurde bewusst nicht verfugt, um Transportschäden zu vermeiden.
Auf dem Berufemarkt im Jahr 2006 konnte die Oberbürgermeisterin das Stadtwappen begutachten und gleichzeitig die für die Herstellung verwendeten Maschinen ausprobieren. 2007 war es dann endlich soweit. Die Sanierungsarbeiten im Altstädtischen Rathaus waren soweit fortgeschritten, das wir das Wappen dorthin transportieren konnten. Der Bereich Holzbau fertigte uns dafür einen Transportrahmen. Damit waren noch nicht alle Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt. In einer Vorabsprache sollte das Wappen im Kellergeschoss direkt an der Garderobe angebracht werden. Um die Oberbürgermeisterin selbst entscheiden zu lassen, ob der Platz angemessen ist, wurde ein weiterer Ortstermin vereinbart. Zu diesem Termin kam nicht nur Frau Dr. Thiemann, sondern auch Vertreter der Stadt, Architekten, Vertreter des bauausführenden Firmen und ein Vertreter des ÜAZ. Es wurde festgestellt, das der Platz nicht würdig genug sei und festgelegt, das Wappen sei im Eingangsbereich repräsentativ anzubringen.
Die ca. 350 kg schwere Wappen musste per Hand durch 10 Azubis, ausgerüstet mit Seilen, aus dem Kellergeschoss vor das Gebäude gebracht werden. Dort wurde es so umgeändert, damit es an der dafür vorgesehenen Wand angebracht werden konnte. Die Arbeiten führten Azubis aus den Gewerken Zimmerer, Trockenbau und Fliesenleger sowie Teilnehmer an der Berufsvorbereitung durch. Das Stadtwappen wurde zurück in das Gebäude transportiert, angebracht und vervollständigt.

Übergabe

Das Altstädtische Rathaus wurde am 01.12.07 feierlich übergeben. Im Beisein von ca. 350 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben fand ein Festakt auch mit Vertretern des ÜAZ statt. Hierbei wurde auch unser gestaltetes Stadtwappen das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Wie sagt man so schön: „Ende gut, alles gut“ (Uwe Behr)

Projekt als PDF (1,2 MB)

 

Seite Drucken

Stadtwappen Brandenburg

Stadtwappen

Stadtwappen

Stadtwappen

Stadtwappen

Stadtwappen

Stadtwappen

Stadtwappen

Stadtwappen