SPD-Fraktionsvorsitzender Baaske im ÜAZ Brandenburg/H.-Friesack
Am 15.11.2006 besuchte der Fraktionsvorsitzende der SPD des Landtages Brandenburg unser ÜAZ um sich über die Berufsvorbereitung der Schüler der Berufsorientierten Schule Kirchmöser zu informieren.
17 Schüler der 7. Klasse erlernen
jeden Mittwoch unter Anleitung erfahrener Lehrausbilder den fachgerechten
Umgang mit Holzwerkstoffen und deren Bearbeitung. Hiervon überzeugte
sich auch Herr Baaske im Gespräch mit den Jungen und Mädchen sowie
beim Erfahrungsaustausch mit dem Leiter unseres ÜAZ, Herrn Brack, und
den Schulleiterinnen der berufsorientierten Schule Kirchmöser Frau Rothe
und Frau Schöps.
Weitere Gesprächspartner waren Frau Cohnen, Leiterin des Amtes für
Schule, Sport und Kultur der Stadt Brandenburg, Herr Zielke, Projektentwickler
für den Standort Kirchmöser und der rechtspolitische Sprecher der
SPD-Fraktion, Herr Holzschuher.
Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass die Vorbereitung auf das Berufsleben nicht früh genug beginnen kann. Das Praxislernen trägt wesentlich dazu bei, die Kinder und Jugendlichen auf die Anforderungen des Erlernens eines Berufes vorzubereiten und zugleich ihre handwerklichen Fähigkeiten und ihr Geschick zu schulen. Dass die Kinder an der Tätigkeit in unserem ÜAZ Freude haben, ist nicht zu übersehen und entsprechend brachten sie dies im Gespräch mit Herrn Baaske auch zum Ausdruck.
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Märkische Allgemeine/Brandenburger Stadtkurier
vom 16.11.2006
Schüler mit dem ersten Schliff
Nachhilfe für SPD-Politiker Günter Baaske mit Kindern aus Kirchmöser
„Manchmal hüte ich einen Sack
Flöhe", sagt Kurt Passow lachend. Zimmermann im Überbetrieblichen
Ausbildungszentrum im ehemaligen Stahlwerkgelände. Seit 13. September
kümmert er sich nicht nur um seine Lehrlinge, sondern auch um 17 Siebtklässler
der Berufsorientierten Schule (BOS) in Kirchmöser. Die Arbeit mit den
jüngsten Trägem roter Latzhosen macht dem Meister Spaß. „Viele
zeigen Interesse und zwei oder drei Kinder haben echtes Talent", sagt
Passow. Bis zum 6. Dezember kommen die Schüler jeden Mittwoch ins ÜAZ,
um an ihren Vogelhäuschen zu bauen. Gestern haben sie Verstärkung
bekommen von Günter Baaske, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag, und
dem SPD-Abgeordneten Ralf Holzschuher. Baaske erhielt berufsorientierten Nachhilfeunterricht.
Der Politiker hatte nämlich zum Jubiläum des Handwerkerzentrums
in Götz behauptet, die Vorbereitung auf das Berufsleben spiele in den
Schulen fast keine Rolle und die Lehrer kümmerten sich zu wenig darum.
Prompt lud ihn die BOS Kirchmöser ein, sein Urteil zu korrigieren.
Die mehr als 100 Schüler der siebten und neunten Klassen gehen neben
dem Unterricht ein oder zwei Tage in der Woche in Betriebe, Kindergärten,
Seniorenheime und andere Einrichtungen, um den Arbeitsalltag kennen zu lernen,
ihre Neigungen zu erkennen und sich auszuprobieren. Die acht Lehrerinnen der
Schule möchten ihnen damit den Weg zu einer Lehrstelle bahnen. „Das
Praktische gefällt mir besser als der Unterricht", verrät Francis
Thiedig, die ihr Vogelhaus so gut wie fertig hat. Wie ihre 16 Klassenkameraden
musste sie das Häuschen aufzeichnen, ausmessen, sägen, schleifen,
verschrauben, wieder schleifen und lackieren.
„Manchmal ganz schön anstrengend", findet die Schülerin,
die im Dezember in die Metallverarbeitung wechselt. Ihr gefällt so nebenbei,
dass Tischler René Holz sie oft mit Sie anredet. Steven Leppa würde
inzwischen auch in seiner Freizeit mit Holz arbeiten. Sein Berufswunsch steht
aber schon fest: Kfz-Mechaniker.
Ein paar Kilometer weiter in der Kita „Plauer Spatzen" lernen Sarah
Jacobi, Fabian Hoffmann und Dennis Bohlmann die Vorzüge des Kinderhütens
kennen. Sarah, für die „der Mittwoch der beste Tag in der Woche
ist", habe sehr viel Gefühl für die Kleinsten, lobt Kita-Chefin
Anke Drese. Und Fabian bringe das richtige Temperament für die Älteren
mit, die ihn schon morgens mit einem begeisterten „Juchhu" begrüßen,
bevor er mit ihnen tobt. Mit rund 50 Brandenburger Betrieben und Einrichtungen
arbeitet die BOS zusammen, berichtet Leiterin Gudrun Rothe. Ein Partner ist
die „Spema" Kirchmöser. Geschäftsführer Hanjo Sawitzki
berichtet, dass seine beiden Neuntklässler voraussichtlich Lehrstellen
in Betrieben in Kirchmöser erhalten werden.
Bei Günter Baaske hat die Nachhilfe gefruchtet.
Der Politiker äußerte sich beeindruckt vom starken Arbeits- und
Praxisbezug der Schule: „So etwas brauchen wir." Er würde
es unterstützen, dass die BOS Kirchmöser Modellschule im Land wird.
jl
Der Preußenspiegel vom 19.11.2006
Vogelhäuser im ÜAZ gebaut
Seit kurzem handwerkeln fünf Mädchen und zwölf Jungen der Gruppe 7/3 der berufsorientierten Schule Kirchmöser immer mittwochs in der Holzwerkstatt des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums (ÜAZ) Brandenburg. Angeleitet werden wir dabei von unserem Ausbilder Herrn Holz.
In Latzhosen und Arbeitsschuhen baut jeder sein eigenes Vogelhaus aus Kiefernsperrholz. Da das Sägen, Feilen oder Schrauben nicht leicht ist, helfen wir uns gegenseitig. Am 6.12. werden wir unsere fertigen Vogelhäuser unseren Eltern und Ausbildern präsentieren. Alle sind sich einig, dass dies erfolgreiche Tage für uns im ÜAZ sind und so bedanken wir uns bei Herrn Holz und unserer Lehrerin, Frau Schöps, für die Unterstützung.
Schülerinnen der 7/3, Kirchmöser
Märkische Allgemeine vom 18./19.11.2006
Mit Latzhosen und Arbeitsschuhen
KIRCHMÖSER • Wer hat schon die Möglichkeit,
bei einem Herrn Holz mit Holz zu arbeiten? Wir, fünf Mädchen und
zwölf Jungen der Gruppe 7/3 der Berufsorientierten Schule Kirchmöser.
Schon seit dem September werkeln wir immer mittwochs in der Holzwerkstatt
des ÜAZ Brandenburg. Und angeleitet werden wir von unserem Ausbilder
Herrn Holz. Das ist eine ganz neue praktische Erfahrung für uns. In roten
Latzhosen und coolen Arbeitsschuhen baut jeder von uns sein eigenes Vogelhaus.
Wir arbeiten mit Kiefernsperrholz und benutzen verschiedene Werkzeuge, wie
zum Beispiel die Feinsäge, den Gliedermaßstab, die Schraubzwinge
und andere. Zum Glück hat sich noch niemand ernsthaft verletzt. Das Sägen,
Feilen und Schrauben ist manchmal gar nicht so einfach. Einige fühlen
sich etwas überfordert, aber wir helfen uns gegenseitig. Am 6. Dezember
sollen die Vogelhäuser fertig sein. Unseren Eltern und Ausbildern wollen
wir unsere Ergebnisse präsentieren. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits.
Wir befragten einige Mitschüler, wie sie die praktische Arbeit so finden:
Anne Madelaine Marquardt: „Ich fand es sehr gut und es hat Spaß
gemacht. Doch es war schwierig." Fancis Thiedig: „Es ist anstrengend,
doch lustig." Jenny Kockel: „Das anstrengende Sägen geht auf
die Hände."
Schüler der 7/3, Berufsorientierte
Schule Kirchmöser

