Ausbildungsprojekt – Mobilkran

Baugeräteführer sind mit ihren Fähigkeiten die Spezialisten am Bau.
Kenntnisse, wie jede Maschine zu bedienen ist, welche Maschine für welche Aufgabe einzusetzen ist, werden vom Baugeräteführer selbstverständlich vorausgesetzt.
EINE SOLIDE AUSBILDUNG VERMITTELT HIERFÜR DAS GRUNDGERÜST!

Projektaufgabe
Ein Mobilkran vom Typ V 70 des Herstellers DEMAG Baujahr 1971 mit der Tragfähigkeit 10t wird durch Auszubildende des Kooperativen Modells Baugeräteführer im zweiten Ausbildungsjahr technisch überholt.

Zielstellung
Der gesamte Kran einschließlich Antriebsstrang soll in einen generalüberholten, voll gebrauchsfähigen Zustand versetzt werden.

Bei der Generalüberholung werden folgende Ausbildungsinhalte am komplexen Projekt vermittelt:

· Arbeitsplanung
· Be- und Verarbeiten von Metallen und Kunststoffen
· Handhaben von Bauteilen, Baugruppen und Systemen von Baugeräten
· Warten von Baugeräten, Verwenden von Kraft- und Schmierstoffen
· Feststellen von Störungen, sowie Einleiten von Maßnahmen
  zur Fehlerbeseitigung an Baugeräten
· Instandsetzen von Bauteilen und Baugruppen.

Projektphasen
Während der einzelnen Projektphasen erfolgt eine ständige Dokumentation in Form von Nieder-schriften mit darstellenden Ergänzungen.

· Inspektion
Die Azubis ermitteln den Kranzustand mit Hilfe einer Ist-Analyse und erstellen einen Instandhaltungsplan. Ein Bestandteil sind auch Kostenvoranschläge für eventuell notwendige Fremdinstandsetzungsarbeiten.

· Demontage
Dazu gehört die komplette Zerlegung des Krans nach Baugruppen. Die Bauteile werden durch die Azubis gereinigt, vermessen und auf Verschleiß begutachtet. Die Entscheidung über ein eventuelles Auswechseln, Wiederverwenden oder Aufarbeiten von Bauteilen wird zusammen mit dem Ausbilder getroffen.

· Instandsetzung
Die Baugruppen und Systeme wie Motor, Getriebe, Achsen, Hauptrahmen, Hubwerk, Drehwerk, Oberwagen, Ausleger, Hydraulik und Elektrik werden Schritt für Schritt von den Azubis repariert und anschließend auf Funktionstüchtigkeit kontrolliert.

· Montage
Nach der Neulackierung der Baugruppen und Systeme, erfolgt der Zusammenbau der instandgesetzten Baugruppen.

· Lackierung
Durch die Baugeräteführer erfolgen eine Komplettlackierung des Krans und gleichzeitig das Anbringen einer neuen Sicherheitsbeschriftung.

· Prüfung
Als letzter Schritt des Projektes erfolgt vor der Inbetriebnahme des Krans die Abnahme durch einen von der Berufsgenossenschaft zugelassenen Sachverständigen für Kräne.

Projektabschluss
Nach der Grundinstandsetzung steht der Kran den Baugeräteführern für die weitere Ausbildung zur Verfügung. Trotz überholtem technischem Standart, werden Aufgaben des Ausbildungsinhaltes „Inbetriebnahme“, „Führen und Außerbetriebnehmen von Baugeräten“ damit absolviert. Der Kran zeigt sehr anschaulich, wie schnell sich die technischen Standards ändern, und unter welchen Bedingungen eine Baugeräteführer-Generation vor ihnen gearbeitet hat.