Gäste aus Minsk zu Besuch in Friesack
Vom 16. – 18. Mai 2006 besuchte eine Delegation
aus der Hauptstadt Belorusslands die Ausbildungsstätte Friesack des ÜAZ
Bauwirtschaft Brandenburg/H. - Friesack des Berufsförderungswerkes Berlin-Brandenburg
e.V.
Die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich zum Ziel gesetzt, mehr zu
erfahren über das europäische Arbeitsschutzrecht und seine Umsetzung
in deutsches Recht.
Nachdem alle Gäste Quartier bezogen hatten, lud die Ausbildungsstättenleiterin
Frau Iris Vogt die Gäste zur Begrüßung zu einem Abendbrot
ein. Während des Essens stellte sie die Ausbildungsstätte Friesack
als Teil des Gesamtbetriebes Berufsförderungswerk vor und informierte
über das duale System der Berufsausbildung in der Bundesrepublik sowie
das Umlageverfahren der SOKA zur Finanzierung der überbetrieblichen Ausbildung
in der Bauwirtschaft. Ihr zur Seite stand Herr Mario Lehmann, Fachkraft für
Arbeitssicherheit, der sowohl für die Vorbereitung als auch für
die Durchführung und den Verlauf der gesamten Veranstaltung verantwortlich
zeichnete.
Schon beim Frühstück am Morgen des 17. Mai zeigten sich die Gäste
von der Ausbildungsstätte sehr begeistert. Nicht nur, dass die Damen
und Herren vom freundlichen und warmherzigen Empfang beeindruckt waren, sondern
auch vom überaus gepflegten Zustand der Ausbildungsstätte.
Nach dem Frühstück begann dann der eigentliche Arbeitstag der Gäste.
Als gestandenen Diplom-Ingenieure für Arbeitssicherheit in ihrem Land
galt während des Rundganges durch das Gelände und die Werkstätten
ihre besondere Aufmerksamkeit natürlich dem Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Sehr genau beobachteten die Kollegen aus Belorussland, wie die Ausbilder in
ihren Werkstätten Arbeits- und Gesundheitsschutz umsetzen. Vor Ort wurden
viele Fragen gestellt, wurde das Gespräch mit den Mitarbeitern des ÜAZ
gesucht. Die Begeisterung für unsere Ausbildungsstätte fand einen
vorläufigen Höhepunkt bei der Entdeckung eines besonderen Kleinods
in der Werkstatt der Baugeräteführer. Es handelt sich dabei um einen
Motor von einem Moskvich 412, der den Kolleginnen und Kollegen sehr bekannt
war.
Nach dem Rundgang schlossen sich Vorlesungen vom Betriebsarzt des ÜAZ
Herrn Dr. Szillat und der Sicherheitsfachkraft Herrn Lehmann an. In offener,
sachlicher und auch sehr freundschaftlicher Diskussion konnten viele Erkenntnisse
vermittelt werden. Anregungen für die Umsetzung von Aspekten der Arbeitssicherheit
im eigenen Land wurden gegeben und so manch erstaunter Blick traf den Vortragenden,
wenn es um gesetzlich festgeschriebene Regelungen ging, die hautnah nachvollzogen
werden konnten.
Ein arbeitsreicher Tag mit vielen wertvollen Erkenntnissen und Einsichten
fand seinen Abschluss mit der Ausgabe von persönlicher Schutzausrüstung
an die Gäste. Jeder bekam eine Warnweste und Sicherheitsschuhe S 3 für
den folgenden Tag.
In Absprache mit dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg besuchte
die Minsker Delegation eine Baustelle auf der Autobahn A 10, die vom Koordinierungsbüro
der Autobahnmeisterei Erkner betreut wird.
Der dortige Leiter der Bauüberwachung Herr Friedrich erläuterte
die am Vortag gewonnenen Erkenntnisse in der Praxis. Er stellte einen Sicherheits-
und Gesundheitsschutzplan vor, der real von den anwesenden Mitarbeitern umgesetzt
wird.
Danach demonstrierte Herr Friedrich die Umsetzung auf der Baustelle.
Ein nicht ganz alltägliches Bild bot sich den Kraftfahrern auf der A
10, als der Reisebus unserer Gäste begleitet von zwei orangefarbenen
Fahrzeugen des Landesbetriebes auf das Baustellengelände fuhr.
Äußerst
beeindruckt von der Bauweise und den Brückenkonstruktionen fand ein sehr
interessanter Besuch hier seinen Abschluss.
Als Nachweis für die Teilnahme an dieser Bildungsreise erhielten die
Damen und Herren ein Zertifikat.
Mario Lehmann
Sicherheitsfachkraft



Rundgang - in der Zimmerei
Frau Skelina übersetzt fleißig

Baugeräteführer

Baugeräteführer Ausbilder Schleue erklärt

interessierte Besucher