Der „Westhavelländer“ vom 11.07.2006

Azubis, die „Spuren“ hinterlassen
Gesellenfreisprechung für 24 junge Straßenwärter im ÜAZ Friesack

FRIESACK - Sie hinterlassen „Spuren“. Während ihrer dreijährigen Lehrzeit haben sich 27 Auszubildende am begonnenen Alleenumbau entlang der Landesstraßen zwischen Kleßen und Stölln sowie zwischen Kietz und Strodehne beteiligt. Sie fällten alte Linden und pflanzten neue Bäume. Junge Bäume, die nun heranwachsen – und wenn die Jugendlichen wieder ins Ländchen Rhinow kommen, werden sie diese jungen Bäume sicherlich an ihre Lehrzeit im Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ) Brandenburg/Havel-Friesack erinnern.


Ende der vergangenen Woche ging ihre Lehrzeit zu Ende. Im Rahmen einer Feierstunde in der ÜAZ-Ausbildungsstätte Friesack erhielten nun von den 27 Jugendlichen 24 ihre Gesellenfreisprechung zum Straßenwärter. Eine Junggesellin konnte ihre Ausbildung vorzeitig beenden. 21 Azubis schlossen die Ausbildung mit der Note 3 ab und drei Jugendliche mit der Note 4. Aufgrund relativ guter Praxisergebnisse wurde ein Durchschnitt von 3,1 erreicht. In der Theorie lag der Durchschnitt allerdings bei 3,7.

„Wenn damit sicherlich auch nicht alle Wünsche und Erwartungen erfüllt wurden, gehen Sie doch gestärkt in eine weitere berufliche Zukunft“, sagte Gerd Gebhardt, Abteilungsleiter im Betrieb für Straßenwesen des Landes Brandenburg in seiner Festansprache. Mit Genugtuung hob er hervor, dass es dank vieler Anstrengungen auch in einer Zeit enormer finanzieller Einsparungen gelungen sei, den meisten Jugendlichen einen Zeitarbeitsvertrag anzubieten. Weiter an die Jugendlichen gewandt, meinte er, dass sie nun mit verantwortlich dafür sind, im Land 800 Kilometer Autobahnstraßen und 8000 Kilometer Landesstraßen zu betreuen.

Jede Straße, die neu gebaut werde, werde mit Steuergeldern finanziert, unterstrich der Abteilungsleiter die hohe Verantwortung eines jeden Mitarbeiters. Um ihre zukünftigen Aufgaben zu erfüllen, hätten sich die Junggesellen in ihrer Lehrzeit ein gutes Rüstzeug mit technischen und handwerklichen Fertigkeiten, Zertifikaten und Fahrerlaubnis angeeignet, sagte Hans-Rainer Reuter, Vorstandsvorsitzender des Landesbetriebes, bevor er gemeinsam mit dem Abteilungsleiter die Gesellenbriefe übergab.

Klassensprecher Robert Kuno dankte im Namen der Auszubildenden den Lehrern, Ausbildern und Betreuern für ihre Arbeit und Geduld in den drei Lehrjahren und meinte zum Abschluss: „Sie haben es wirklich nicht immer leicht mit uns gehabt.“