Märkische Allgemeine
Wer lernen will, muss fit sein...
Aktionstag im Havelpark Dallgow

DALLGOW-DOBERITZ.
Beim Jugend-Aktionstag Sonnabend im Havelpark ging es hauptsächlich um die Suchtvorbeugung und um die Zukunft Jugendlicher durch Ausbildung. So stellten sich von der Initiative ,,Weg der Vernunft“, die 70 mit Sucht und Drogen beschäftigte Einrichtungen vereinigt, allein 30 davon im Havelpark vor, wie die Sprecherin der Initiative, Dorin Busch, erklärte. Dazu kamen Einrichtungen, die Berufsausbildung anbieten, wie etwa die Polizei, die Bundeswehr, die Debeka, die AOK, die Barmer Ersatzkasse, die IHK, die Havellandklinik Nauen, der Campus Health Service, das Oberstufenzentrum Havelland, das Berufsförderungswerk Friesack... Die Freiwillige Feuerwehr Dallgow-Döberitz und die Johanniter-Unfallhilfe waren auch vor Ort. Alle Einrichtungen wurden auf der Bühne, wo Musik und Tanz abwechselten, über den Tag verteilt vorgestellt. Kinder führten mit Musik oder Tanz ihre sinnvolle Freizeitgestaltung vor und konnten erleben, wie ihre Leistung Anerkennung findet.
Bei der Suchtbekämpfung geht es um Party-Drogen, um Alkohol und um Nikotin. Die Amphetamine wie Speed, Crystal Glass und Ecstasy sind synthetisch hergestellte Stoffe, werden illegal als Sucht-mittel verwendet und haben eine halluzinogene oder aufputschende Wirkung, das Heroin, aus dem Rohopium des Schlafmohns gewonnen, hat eine betäubende und zugleich euphorisierende Wirkung. Es gehört zu den illegalen Suchtmitteln, deren Besitz und Anbau sowie dessen Handel nach dem Betäubungsmittelgesetz verboten sind und strafrechtlich verfolgt wird. Auch Schmerzmittel sind Betäubungsmittel mit hohem Suchtpotenzial "Stop smoking Boys, Stop smoking Girls" ist, die Devise der Vorbeugung der Nikotinsucht, denn es heißt: Jeder zweite Raucher braucht sich nicht um sein Alter zu sorgen, denn er stirbt vorher. Die Initiative "Weg der Vernunft" gegen Drogenmissbrauch und Gewalt im Havelland verteilte einen Wegweiser für Ratsuchende mit allen Adressen und Sprechzeiten an die sich Jugendliche wenden können.
Die Bundeswehr hat zwar ein hohes Bewerberaufkommen, findet aber nicht genügend geeignete Bewerber. Für die Offizierslaufbahn ist das Abitur Voraussetzung, sonst ein guter Abschluss (Durchschnittsnote 2,5 oder besser) der zehnten Klasse. Gesucht werden besonders Spezialisten für den IT-Bereich oder die Technik und auch Nachwuchs im Bereich des fliegenden Dienstes. Zur Ausbildung zum Piloten gehört ein Studium, das man in der Bundeswehr absolviert, und eine 15-jährige Verpflichtung, erläuterte Oberleutnant Lars Lempio, der Wehrdienstberatungsoffizier aus Potsdam, vor Ort.
Die brandenburgische Polizei informierte über Schutzpolizei, Verkehr/Autobahnpolizei, Bereitschafts- und Wasserschutzpolizei und über das Landeskriminalamt.
Am Stand der AOK Nauen informierte Charlotte Passour über Prävention der Sucht, ließ am Führerscheintester arbeiten, verteilte Kondome und "Jolinchen", das hypoallergene Wundpflaster, und ließ ein Preisquiz ausfüllen. Die Barmer verteilte ihren neuen Ratgeber "lt‘s Your Way", in dem sie Jugendliche bei der Berufswahl berät, ihnen zeigt, wie sie ihre Qualifikation und Interessen einschätzen lemt und ihnen das Anforderungsprofil eines Berufs erklärt. ik