Besuch vom Nil in Friesack

Agyptische Architekten weilten im UAZ

FRIESACK · Die ersten Kontakte wurden auf einer Fachtagung im Land am Nil geknüpft. Kontakte, die nun Beziehungen werden sollen. Zwischen dem Berufsförderungswerk des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg und dem ägyptischen Großunternehmen Arab Constructors ist eine Vereinbarung über die Weiterbildung von Architekten, Ingenieuren und Technikern unterzeichnet worden.
Auf der Grundlage dieser Vereinbarung erhalten Mitarbeiter des ägyptischen Unternehmens (16 000 Angestellte, ohne Arbeiter) die Möglichkeit, sich über deutsches Know-How im Baugewerbe und angrenzender Bereiche zu informieren. Eine solche Weiterbildung umfasst vor allem die Berufe Trockenbaumonteur, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Maurer, Stuckateure, Garten- und Landschafts- sowie Straßenbauer. Die überbetrieblichen Ausbildungszentren der Bauwirtschaft, Brandenburg/Havel, Friesack und Frankfurt (Oder) sind die verantwortlichen Ausbildungsstätten.
Mohamed Al-Orabi, ägyptischer Botschafter in Deutschland, eröffnete die erste vereinbarte Weiterbildungsmaßnahme in Frankfurt(Oder). An der Veranstaltung nahm auch der Friesacker Ausbildungsstättenleiter Reinhard Behnke teil. Bis Mitte Dezember weilen nun drei ägyptische Architekten und zwei Straßenbauingenieure in der Friesacker Ausbildungsstätte. ,,Wir haben sehr gute Möglichkeiten, unseren Gästen Aus- und Weiterbildungsbereiche zu zeigen“, meinte Reinhard Behnke. Gemeinsam mit Brandenburger Partnerfirmen haben die Friesacker für ihren Besuch ein spezielles Programm zusammengestellt. Es gestattet einen Einblick in moderne, aber auch traditionelle Fertigungstechnologien mit dem Schwerpunkt ökologisches Bauen. Ausbilder, Dozenten und Kursteilnehmer berichten den Gästen über ihre Erfahrungen, über technische Möglichkeiten, wissenschaftliche Erkenntnisse und deutsche Standards.
Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen die ägyptischen Gäste in ihrer Heimat anwenden können. Denkbar sei aber auch, so Behnke, dass sich bei den Besuchen in Unternehmen, Seminaren oder nach Vorträgen von Spezialisten Geschäftsbeziehungen anbahnen.
,,Seitens des ägyptischen Partners besteht ein starkes Interesse für die weitere Zusammenarbeit auf dem Gebiet der beruflichen Bildung“, bekräftigte der ÜAZ-Leiter. Möglichkeiten der weiteren Kooperation sieht er in Bereichen wie Planung und Ausführung von Straßenbauten, Pflanzenkläranlagen, Garten- und Parkgestaltung sowie in der Landschaftspflege. Ns


Märkische Allgemeine vom 02.12.05