Preußenspiegel
20.04.2005
Traditionelle Berufswünsche stehen noch immer hoch im Kurs.
„Berufemarkt“ mit enormer Resonanz
Rathenow (mko). Schon vor dem offiziellen Start um 10 Uhr bevölkerten am
Samstag zahlreiche Mädchen und Jungen verschiedener Klassenstufen die Informationsstände
von über 20 Unternehmen, die sich auf dem „Berufemarkt“ in
der Aula der Gesamtschule „Am Weinberg“ präsentierten und mehr
als 60 Berufsbilder vorstellten. Wilfried Meier, Leiter des RegionalCentersBrandenburg
der Industrie- und Handelskammer Potsdam (IHK), ermunterte die Besucher, sich
ausgiebig zu informieren. „Ich wünsche, dass recht viele Schülerinnen
und Schüler kommen, um die Chance zu nutzen und sich so auf ihre Be-rufsausbildung
vorzubereiten. Wir haben vorrangig an die Klassenstufen neun, zehn und zwölf
gedacht, aber auch jeder andere Interessent ist uns natürlich herzlich
willkommen“, so Meier in seinen Begrüßungsworten.
Dicht gedrängt standen die Besucher an den Ständen. Viele Eltern hatten
sich gemein-sam mit ihren Sprösslingen auf den Weg gemacht, denn die richtige
Berufsausbildung der Kinder ist in den meisten Familien noch immer ein wichtiges
Thema. Traditionell zog es die Jungs zu den handwerklichen Berufen, wo die Verantwortlichen
des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums der Bauwirtschaft in Friesack
(ÜAZ) über 15 Berufe vorstellten. Die Mädchen interessierten
sich mehr für Ausbildungsangebote im Büro. In diesem Bereich standen
zum Beispiel Auszubildende der Rathenower Stadtverwaltung oder des Landkrei-ses
Havelland Rede und Antwort. Den Ausstellern wurde so manches „Loch“
in den Bauch gefragt, denn sie Schülerinnen und Schüler hatten teilweise
ganz konkrete Vorstellungen. Doch auch für die, die noch gar nicht wussten,
welchen Beruf sie einmal ergreifen wollen, hatten Mitarbeiter der IHK und der
Agentur zahlreichen Broschüren und Infomaterialien parat. Bis fast vor
Schluss riss der Besucherstrom nicht ab.
Erstmalig hatte sich das im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Wirtschaftsnetzwerk
Milower-Land mit mehreren Ständen beteiligt. Hier stellten unter anderem
Bäcker- und Konditormeister Ingo Möhring und eine Auszubildende den
Beruf der Konditorin vor und zeigten den Besuchern, wie aus einem Klumpen Marzipanmasse
filigrane Blüten0 für Tor-tendekorationen hergestellt werden. Neben
anderen traditionellen Handwerksberufen, die die Unternehmen aus der Region
im „Gepäck“ hatten, konnte man sich aber auch zum Beispiel
bei Rechtsanwaltes Detlef Meyer über den Beruf des Rechtsanwaltes informieren
oder sich bei Studenten der Wirtschaftsinformatik nach der Fachspezifik dieser
Studien-richtung erkundigen.
Die Aussteller rechnen wegen der enorm guten Resonanz ganz fest damit, dass
es auch im kommenden Jahr wieder einen „Berufemarkt“ geben wird.
