Znajomi ist polnisch und heißt auf Deutsch Freunde

Dies und vieles andere mehr lernten die deutschen und polnischen Auszubildenden der Ausbildungsstätte Friesack und der Zespol Szkol Budowlanych Poznań im Jugendaustauschprojekt.
Ziele des Projektes waren das Kennenlernen der deutschen / polnischen Kultur und Sprache, der Abbau von Vorurteilen und Klischees auf beiden Seiten, der Austausch von Informationen zum Schulsystem und zur Berufsausbildung sowie der Erfahrungsaustausch bei der praktischen Arbeit.
Dies sollte durch die gemeinsame Arbeit am Projekt, sportliche Aktivitäten, gemeinsames Spielen, geführte Übungen zur Teambildung und Kommunikation, gemeinsame Mahlzeiten und Tagesausflüge erreicht werden - so die Vorstellungen der Leitungsteams beider Ausbildungseinrichtungen.
Im Juni dieses Jahres waren Andrzej, Lukasz, Wojciech, Damian sowie Jakub I. und II. mit dem Ausbildungsleiter der Bauschule Poznań Henryk Sobkowiak und ihrem Deutschlehrer Maciej Jozwiak für 8 Tage in Friesack, um die bereits vorgefertigten Bauteile für zwei Waldschänken gemeinsam mit den deutschen Jugendlichen zu beschichten, zu montieren und zusammenzusetzen.
Das gemeinsame Arbeiten sowie die Sport- und Freizeitaktivitäten wie Grillabend mit Billard spielen, Bowlen und Ausflüge in die nähere oder auch fernere Umgebung (Potsdam, Hamburg) führten zu gegenseitiger Anerkennung der erbrachten Leistungen und der Entwicklung eines Gemeinschaftssinns auf beiden Seiten. Unterschiedliche Ansichten wurden toleriert, alle Teilnehmer strebten eine gute und offene Atmosphäre an. Die Jugendlichen haben sich z.T. angefreundet, sie hatten Spaß miteinander. Es wurde gut gearbeitet und viel gelacht. So hofften alle auf ein Wiedersehen und freuten sich schon darauf.
Das Leitungsteam der Bauschule in Poznań hatte inzwischen ein umfang- und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, bei dem das Durchhaltevermögen von Stefanie, Julia, Madeleine, Benjamin, Christopher und Danny bei ihrem Gegenbesuch im September in Poznań stark gefordert wurde. Neben dem Aufbau der Waldschänken auf dem Pausenhof der Bauschule schauten sich die sechs Jugendlichen, ihr Ausbilder Lutz Frömmrich und ihre Sozialpädagogin Marion Müller historische und kulturelle Highlights der Stadt an. Es erfolgten Ausflüge in die Altstadt und in die sehenswerte Umgebung. Das Bowlen in einem modernen Freizeit- und Shoppingcenter und ein Discobesuch (nur für die Jugendlichen) rundeten das Mammutprogramm ab. Und weil es so viel zu sehen und erleben gab, blieb keine Zeit für Müßiggang und Langeweile. Ziemlich k.o., aber total begeistert von der warmherzigen und offenen Art der polnischen Gastgeber fuhren die Jugendlichen und Betreuer am 8. Tag wieder nach Hause. Die geknüpften freundschaftlichen Bande bestehen weiterhin und manch deutscher Azubi hat sich vorgenommen, noch einmal nach Poznań zu fahren.
Wir bedanken uns bei den Leitungsteams der Ausbildungseinrichtungen für die Vorbereitung, Organisation und Unterstützung des Projektes.
Unser Dank gilt auch dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk für die finanzielle Förderung des Jugendaustauschs.

Jugendliche und Betreuer des Deutsch-Polnischen Jugendaustauschs an der Ausbildungsstätte Friesack

 

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