Ausflug nach Polen am 27.10.2010
Innerhalb des INTERREG-Projekts „Grenzüberschreitende Küche Gorzów Wielkopolski - Frankfurt (Oder) - Eine deutsch-polnische Bildungskooperation für ein gemeinsames Dienstleistungsangebot im Tourismussektor“ fand am 27. Oktober eine ganztägige Exkursion in die Nachbarwojewodschaft Lubuskie (Polen) statt. Die 9 deutschen Teilnehmer besuchten unter professioneller Führung historische und aktuelle Sehenswürdigkeiten. Abfahrt war um 06.00 Uhr vom ÜAZ in Frankfurt (Oder); zurück war die Gruppe um 23.00 Uhr.
Gefragt nach einigen besonderen Eindrücken schildert
Jenny Misterek, Auszubildende im Beruf Hauswirtschafter (2.Lehrjahr):
„Ich schreibe mal ein wenig darüber, wie es mir persönlich in Polen gefallen hat. Es war ein sehr schönes Erlebnis und sehr aufschlussreich und interessant.
Der Bunker bei Miedzyrzeck
Die Bunkeranlagen des ehemaligen Ostwalls wurden in den 30 er Jahren gebaut. Ich war sehr erstaunt, wie gut erhalten das Bauwerk ist. Mit einem Audioguide wurde uns die Bunkeranlage erklärt. Uns wurden die Unterkünfte der Soldaten gezeigt und auch die unterirdischen Transportwege. Jetzt leben hier Fledermäuse; von Oktober bis April ist die Bunkeranlage für Besucher gesperrt, da die Fledermäuse Winterschlaf halten. Ein sehr interessantes Bauwerk.
Zielona Gora
In Zielona Gora besichtigten wir unter anderem:
Fachwerkhäuser
Wir besichtigten ein Museumsdorf in Ochla bei Zielona Gora. Ich war sehr überrascht wie früher die Häuser gebaut wurden; von polnischer Seite wie aber auch von deutscher Seite. Nicht so wie in der heutigen Zeit mit Stein und Zement. Früher wurden die Häuser mit Lehm und Holz gebaut und die Dächer wurden mit Stroh abgedeckt. Auch die Innenausstattung war ganz anderes als heute. Alles war aus Holz; alles war schlicht und einfach und nicht so voll gestellt wie heute. Früher muss es schön gewesen sein; nicht abhängig von etwas. Es war interessant zu sehen, wie sie früher zu recht gekommen sind. Damals gab es ja keinen Strom und keinen Wasseranschluss im Haus und geschweige eine Toilette im Haus. Das können wir uns heute gar nicht mehr vorstellen. In den Häusern was fast alles von Hand angefertigt worden; die Menschen haben auch alles geschätzt. Ich würde mal für paar Tage da Leben wollen, um zu schauen, wie es früher war und wie schwer es war. Das muss man selber gesehen haben, wie es früher war. Interessant waren für mich auch die Zubereitung der Speisen, eine alte Nähmaschinen und die Tischlerwerkstatt.
Auf jedem Fall kann man den Besuch im Museumsdorf nur weiter empfehlen.
Das Palmenhaus
Hier konnte man die größte Palme ganz Polens sehen und bewundern. Ich hätte nie gedacht, dass eine Palme so groß werden kann. Das Restaurant war auch sehr schön; in ihm ist ein großes Terrarium mit Schildkröten.
Stadtführung
Ich fand die Stadt auch sehr schön, jedoch hat es mit der Übersetzung nicht so gut geklappt; ich kann leider darüber nicht so viel erzählen. Es wurde uns die längste Straße des Stadtzentrums gezeigt. Wir sahen ein historisches Stadttor. Im Mittelalter wurde es am Abend geschlossen und wer nicht rechtzeitig da war kam nicht mehr in die Stadt rein oder raus und also musste also bis zum nächsten Tag warten.
Es war für mich der erste Ausflug nach Polen – außerhalb von Slubice. Ich würde gern noch einmal fahren. Ich nehm gern an dem Projekt teil.“
Jenny Misterek







