Auslandsprojekt vom 06.06.2010 – 26.06.2010 nach Liberec/Tschechien

Wir haben gut gearbeitet, Neues kennen gelernt und Vorurteile abgebaut

Drei Wochen weg von zu Hause und in ein Land reisen, in dem noch keiner von den Jugendlichen vorher war, das musste gut vorbereitet und organisiert werden. Eine andere Sprache, andere Sitten, andere Gebräuche und andere Arbeitsbedingungen, das war für sechs Teilnehmer der  Maßnahmen „Berufsvorbereitung“ und „Aktivierungshilfe für Jüngere“ unserer Ausbildungsstätte in Strausberg eine echte Herausforderung.
Was für die Teilnehmer neu war, beruht auf jahrelange Beziehungen zwischen dem ÜAZ der Bauwirtschaft Frankfurt(Oder)-Wriezen und der Partnerschule Stredni skola strojni,stavebni a dopravni Liberec II. Es ist eine bewährte Tradition des Austausches von jugendlichen Teilnehmern zwischen den Bildungseinrichtungen, um in der praktischen Arbeit im Bereich Bau und im Erleben der Kulturlandschaften des jeweiligen Gastlandes, Gemeinsames zu entdecken und Trennendes zu überwinden.
Das Auslandsprojekt startete am 06.06.2010 mit dem erfahrenen Ausbilder Herr Maly, der sich für alles verantwortlich zeichnete, sei es nun als Kraftfahrer, Meister, Freizeitcoach, Berater, Ordnungshüter und auch mal als Seelentröster. Rund um die Uhr Betreuung, das tat den Jungs gut und daran entwickelten und festigten sich Fähigkeiten und Fertigkeiten, aber auch soziale Kompetenzen. Es war kein Problem in der Internatswohnung Ordnung zu halten, pünktlich den Arbeitstag zu beginnen und im Team sich mit anfallenden Alltagsproblemen auseinander zu setzen.
Die Arbeit auf der Baustelle „Wärmeisolierung eines Hauses“ war logistisch gut vorbereitet. Im Team mit den tschechischen Jugendlichen wurden die Arbeitstätigkeiten Wärmedämmplattenverlegung einschließlich Befestigung, Verdübelung , Armierung und Spachtelung, bewältigt. Es gab keine Verständigungsschwierigkeiten, jugendgemäß war die Kommunikation, verantwortungsvoll die Arbeitsleistung.
Wichtig war aber auch, die Umgebung, einige Kulturstätten, das Flair und ganz einfach nur die Nationalküche Tschechiens zu erleben. Es war super, dass Herr Maly sich so gut auskannte und die Teilnehmer durch Prag, auf die Schneekoppe, nach Harrachov, in den Liberecer Zoo und in die Brauerei führte. Spaß gab es auch beim Fußballspiel, beim Schwimmen, beim Bowling, beim gemütlichen Fernsehabend und den vielen zwangslosen Gesprächsrunden.Jetzt sind die Jugendlichen wieder in ihren bewährten Lebensräumen. Sie haben im Gepäck eine Menge Potenzial an Erlebnissen, an Eindrücken, an Erfahrungen, aber auch an Reife und an Selbstbewusstsein. Dies alles zu nutzen für den weiteren beruflichen Werdegang, sei es auf dem Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt wäre wohl das wertvollste, nachhaltigste Ergebnis dieses Projektes.


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