Projekt Plattenvereinigung Berlin
Seit dem 18. Januar 2010 waren 4 Maurerlehrlinge der Ausbildungsstätte Werder sowie drei Zimmererlehrlinge aus Friesack mit dem Ausbilder Roland Götsch beim Projekt Plattenvereinigung dabei.
In der Peter-Behrens-Halle der TU Berlin in Wedding entstand ein Gebäude aus wieder verwendeten Fertigbetonteilen, teils aus dem Olympischen Dorf München und aus einem abgerissenem Hochhaus Typs PH 12 in Frankfurt/Oder. Neben den Lehrlingen des BFW beteiligen sich auch Lehrlinge der Fachgemeinschaft Bau Berlin-Brandenburg sowie des Oberstufenzentrums der Knobelsdorff-Schule Berlin.
Das Projekt vollzog eine Vereinigung von Fertigbauteilen, wobei konkret aus verschiedenen Systemmaßen ein neues Gebäude geschaffen wurde. Die Lehrlinge reinigten zuerst die Fertigteile. Abgeschlagene Ecken inklusive der Bewehrung wurden instand gesetzt. Weiterhin wurden mit Betonkosmetik Unebenheiten in den Oberflächen ausgeglichen.
Den beteiligten Lehrlingen hat diese Projektarbeit gut gefallen. Sie konnten ihr Gelerntes voll einsetzen und wurden aber mit neuen Techniken und Arbeiten vertraut gemacht. So besserte der Zimmererlehrling Geraldo Mommert Türen und Türrahmen aus. „Kleinste Teile mussten selbst hergestellt werden“, ebenso der 20 Jährige Guido Prill, der eine neue Türzarge anfertigte. Auch Madeleine Muhl war begeistert von der Arbeit. Sie lernt im zweiten Jahr den Beruf des Ausbaufacharbeiters Zimmerer in Friesack. Gemeinsam fertigte sie mit Maurerlehrling Marcel Dohnke aus Werder die Winkeleisen zum Verbinden der einzelnen Betonteile an.
Die Maurerlehrlinge Benjamin Schmidt, Michael Recht und Mathias Schöning konnten erstmalig mit einem Kernbohrgerät Testbohrungen durchführen. Zu Beginn des Projektes hatten die Lehrlinge keine Vorstellungen vom zu erwartenden Ergebnis. Das Gebäude wurde in der Halle Schritt für Schritt montiert. Mit dem Wachsen der Plattenvereinigung wuchs auch ihre Vorstellung, was dort Einmaliges entsteht.
Plattenvereinigung ist ein Kommunikations-, Ausbildungs- und Forschungsprojekt von „Zukunftsgeräusche“ in Kooperation mit der TU Berlin, dem Maxim-Gorki Theater Berlin und einer Vielzahl fachlicher und kultureller Partner 2010 in Berlin.
Am 6. Februar war dann die Uraufführung des Stücks „das Haus“. „Wir bauen dieses Haus auch auf den Moritzplatz in Berlin auf. Dort wird es als Spielort und Begegnungsstätte genutzt“, so der Projektleiter Robert Huber.


Geraldo Mommert beim Abschleifen einer Tür

Madeleine Muhl und Marcel Dohnke beim Anfertigen eines Eisenwinkels