Zweiter Tag des Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutzes in Friesack
Am 16. September 2009 fand mit großem Erfolg der „2. Tag des Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutzes“ in der Ausbildungsstätte Friesack statt. Auf dem gesamten Ausbildungsgelände waren 14 Stationen aufgebaut, die rund um die Thematik die Auszubildenden und das Personal unserer Ausbildungsstätte informierten.
Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) informierte über ihre Arbeit und eine Krankenversicherung über das Sozialversicherungssystem in Deutschland. Lange Arme holten sich die Azubis in der Tiefbauhalle beim Erste – Hilfe – Parcours des DLRG - Rettungsdienstes. Der Kampfmittelräumdienst stellte verschiedene Fundmunition aus und belehrte über das richtige Verhalten im Falle eines Fundes. Am besten ist, man lässt die Finger davon und meldet den Fund!
Der Kreisfeuerwehrverband Havelland e.V. organisierte gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Friesack vier Ausbildungsstationen. Das Absetzen von Notrufen wurde praktisch trainiert. Dabei waren die „5 W“ zu beachten: Wer meldet? Was ist passiert? Wo ist es passiert? Wie viele Verletzte? Warten auf die Rettungskräfte! Manch einer der jungen Leute kam dabei ganz schön ins Schwitzen und Stottern, als er mittels Handy einen fiktiven Notruf bei der Leitstelle Potsdam melden sollte.
Brennende Fette niemals mit Wasser löschen! Aus 1 Liter Wasser werden schlagartig 7.000 Liter Wasserdampf, die das brennende Fett in der Küche verteilen würden. Bei der Demonstration der Fettexplosion auf dem Außengelände wurde selbstverständlich genügend Abstand gehalten. Trotz des Sicherheitsabstandes von 10 Metern war die Wärmeabstrahlung deutlich zu spüren. Am Rauchdemohaus zeigte ein Kamerad, wie sich Rauchgase im Gebäude ausbreiten, welche einfachen Verhaltensregeln zu beachten sind, um das Ausbreiten zu verhindern und welche Schutzmaßnahmen zur frühzeitigen Warnung der Personen eingeleitet werden sollten. Rauchmelder sind eine wirksame laute Warneinrichtung, die auch den Schlafenden wecken.
Selbstverständlich waren auch Vertreter der Berufsgenossenschaften vor Ort. Ein Vertreter der Bau BG referierte über Lärmschutz und der Vertreter der Verwaltungs – BG hielt einen interessanten Vortrag über den Hautschutz. Sind das doch unsere wertvollsten 2 Quadratmeter.
Das JumPer Base - Team stellte im Projekt „Stolperfallen im Betrieb“ Arbeitssituationen mit hohem Gefahrenpotential nach. Die interessierten Azubis wurden hier aufgefordert, die „Stolperfallen“ zu erkennen. Weitere Stationen befassten sich mit Gefahrstoffen und dem Umgang mit ihnen sowie dem richtigen Verhalten im Brandfall. Dabei wurde deutlich, dass Flucht die einzige Rettung darstellt. Vor ungeübten Löschversuchen wird eindringlich gewarnt. Besser ist es, alle gefährdeten Personen zu warnen und hilfsbedürftige mitzunehmen.
Den Abschluss des Tages bildete die Demonstration einer Höhenrettung vom Dach einer Ausbildungshalle durch die FF Friesack. Ein Arbeiter sackte bei Reparatur-arbeiten plötzlich zusammen. Der alarmierte Rettungsdienst forderte die Feuerwehr an, um den Verunglückten vom Dach herunter zu holen. Keine leichte Aufgabe; auch nicht für den „Verunglückten“, der alle Handlungen, an die Krankentrage „gefesselt“, erdulden musste.
An dieser Stelle sei allen Beteiligten gedankt, die ihr Wissen in Gesprächsrunden oder praktischen Demonstrationen an die interessierten Auszubildenden weiter gaben und somit zum erfolgreichen Gelingen dieses Tages beitrugen.