Praktikum im Kindergarten Mahlenzien
Wir, die MalerInnen des 1. Lehrjahres des Kooperativen Modells waren vom 23.03. – 30.04. im Praktikum. Der Arbeitsauftrag lautete: Verschönerung des Kindergartens in Mahlenzien. Gleich am ersten Tag begannen wir mit den Vorarbeiten. So eine große Baustelle war für uns erst mal sehr beeindruckend und auch erschreckend. Es gab so viel Arbeit, dass man eigentlich gar nicht wusste, wo man anfangen sollte. Aber unsere Ausbilderin Frau Zelinski und unser Ausbilder Herr Trotz hatten bereits alles gut geplant und organisiert. Das Abenteuer „Kindergarten Mahlenzien“ konnte beginnen.
Die Decken wurden zum Teil abgewaschen, da als Altanstrich eine Leimfarbbeschichtung vorhanden war. Unebenheiten an Decken und Wänden wurden mit Füllspachtel geglättet und nach der Trocknung z. T. maschinell geschliffen. Nach dem Entstauben wurde entsprechend grundiert. Zwischendurch wurden Heizkörper, Rohre, Fenster und Türen geschliffen, kleine Schäden mit Ölspachtelmasse geglättet und mit Vorstreichfarbe gestrichen. Einige Decken- und Wandflächen tapezierten wir mit Raufasertapete. Diese Arbeiten fielen uns zum Anfang sehr schwer, da wir noch keine Erfahrungen im Tapezieren hatten. Herr Trotz zeigte uns einige Male das Tapezieren an den Decken und Wänden, bevor wir alleine loslegen konnten.
Mit viel Geduld gelang es uns dann, in guter Qualität zu tapezieren. Einige Decken wiesen Risse auf und wurden mit Glasgewebe beschichtet. Auch an Wände, die einer hohen Beanspruchung ausgesetzt sind, wurde Glasgewebe geklebt.
Die Farbgestaltung wurde vom Architekten vorgegeben. Wir mischten die Farbtöne nach, strichen oder rollten die Wände.
Im Treppenaufgang gestalteten wir die Sockelfläche mit einer Wickeltechnik. Diese Arbeit bereitete uns großen Spaß.
Auch das Schablonieren in der Küche und die kreativen Ideen von Frau Zelinski waren für uns neue Gestaltungstechniken.
Wir waren alle sehr begeistert und verzichteten freiwillig auf unsere Osterferien, um die Arbeit schnellstmöglich fertig zu stellen.
Zudem versorgte uns das Team der Kita morgens regelmäßig mit Tee und mittags mit Essen. So konnten wir uns voll auf unsere Arbeit konzentrieren. Denn Versorgungsmöglichkeiten gab es in Mahlenzien nicht. Unsere größte Sorge diesbezüglich war somit, dass die Zigaretten bis zum Feierabend reichten ...
Nach 6 Wochen waren wir fertig und auch stolz auf uns. In der ersten Zeit fielen wir abends müde ins Bett, da wir den Alltag auf einer Baustelle nicht einmal erahnten. An diese körperliche Anstrengung mussten wir uns erst gewöhnen. Dennoch war es eine gute Erfahrung und wir hatten Spaß.
Möge das nächste Praktikum auch so toll verlaufen!



