Bauunternehmer aus Äthiopien im BFW
Eine von der GTZ organisierte Studienreise von Bauunternehmern, Architekten und Vertretern des Ministeriums für Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung aus Äthiopien führte die Gäste am 22. Februar ins ÜAZ nach Brandenburg/H. Ziele der Visite waren:
das Kennen lernen eines Ausbildungszentrums der Bauwirtschaft,
das Zusammenwirken des Berufsförderungswerks mit dem Bauindustrieverband, den Bauunternehmen und staatlichen Behörden
die Finanzierung von Schulungszentren der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Baubranche
Nach der Begrüßung hatten die Teilnehmer bei einem Rundgang Gelegenheit einige Bereiche des ÜAZ anzusehen und sich einen Einblick in das Niveau der Aus- und Weiterbildung zu verschaffen. Sehr interessiert folgten die Besucher den Erklärungen von Ausbildungsleiter Werner Lange über die Ausstattungen der Ausbildungsstätte und den zu erlernenden Fertigkeiten. Ausgiebig gefachsimpelt wurde bereits zu Beginn in der Maurerwerkstatt. Fotos von Details der Übungsstücke wurden „geschossen“. Die Ausbilder erklärten in der knappen Besuchszeit in den Werkstätten den jeweiligen Ausbildungsabschnitt und die anstehenden Trainingsaufgaben.
Bei der Power Point Präsentation über das Berufsförderungswerk konzentrierten sich die Fragen auf Finanzierung und Organisation des dualen Systems der Berufsausbildung in der Baubranche, die Bildungsdienstleistungen für die Bauunternehmen und Erfahrungen des BFW mit ausländischen Geschäftspartnern. Herr Kehlenbach vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie stellte den Teilnehmern Aufgaben, Struktur und Arbeitsweise des Verbandes anschaulich dar; ebenso die Mitwirkung in Gremien der weltweiten Organisation der Bauverbände sowie die Zusammenarbeit mit Afrika.
Nach einem Mittagsimbiß, der die Gäste zu einem spontanen Beifall an die Küche animierte, wurden in zwei Arbeitsgruppen Detailfragen zur Aus- und Weiterbildung und über eine mögliche Zusammenarbeit besprochen.
Herr Hintereder, der als Projektberater der GTZ in Äthiopien beschäftigt ist, war sich zum Abschluß der Visite sicher, dass die Gäste nicht nur viele Anregungen für die Qualifizierung von Fachkräften der Bauwirtschaft mitnehmen konnten, sondern auch mit Hilfe der großzügigen Fördermittel der deutschen Entwicklungshilfe eine konkrete Zusammenarbeit bei der Schulung einheimischer Multiplikatoren suchen werden. Seit einigen Jahren steht das afrikanische Land im Fokus der deutschen Entwicklungshilfe. Zahlreiche Experten aus Deutschland sind hier tätig. Die Baubranche boomt und benötigt ausgebildete Mitarbeiter.
Die Gäste überreichten zum Abschied eine Schnitzarbeit, die an ihren Besuch im ÜAZ erinnern soll.
Die äthiopische Studiengruppe hatte zuvor die Bautec 2008 in Berlin besucht, wo das BFW mit einem Messestand vertreten war.


