Umweltbildung mit Jugendlichen der Ausbildungsstätte Friesack
Im Rahmen unseres geplanten Umwelttages
trat die Oberförsterin Frau Blanke an uns heran und bat um Unterstützung
bei der Aufforstung des Waldes. Als wir den Jugendlichen dieses Projekt vorstellten,
zeigten sie sofort Begeisterung. In der Zeit vom 14.03. bis 29.03.07 fanden
an 7 Tagen mit den Teilnehmern der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme
der ÜAZ - Ausbildungsstätte Friesack Arbeitseinsätze im Forst
statt. Die Jugendlichen bepflanzten ein ca. 9 Hektar großes Gebiet mit
verschiedenen Arten von Laubbäumen.
Bevor es an die Arbeit ging, wurden alle von der Oberförsterin begrüßt
und in einem lehrreichen Informationsgespräch darüber in Kenntnis
gesetzt, welche Bepflanzung im Land Brandenburg vorwiegend wie und wo erfolgt.
Für die interessierten Fragen der Jugendlichen hatte sie ein offenes
Ohr und verständliche Antworten. Die praktische Anleitung erfolgte durch
den Revierförster Herrn Austen. Dabei konnten die Jugendlichen erfahren,
wie wichtig die richtige Bepflanzung ist, um vielleicht in 10 Jahren die Früchte
ihrer Arbeit zu begutachten.
Die Jugendlichen zeigten sich so engagiert, dass sie Strategien bei der Bepflanzung
entwickelten, um möglichst viel zu schaffen. Spaß und Humor blieben
nicht aus, die einzelnen Gruppen wuchsen dichter zusammen.
Natürlich machte die Arbeit an frischer Luft auch hungrig, aber über
die Versorgung mit Essen und Trinken brauchten wir uns keine Sorgen machen.
Am Ende eines jeden Arbeitstages gab es für die hungrigen Helfer eine
gesponserte Vesper.
Diese Arbeitseinsätze boten den Jugendlichen ganz neue Erfahrungen. Sie
erlebten nicht nur die Umgebung mit all ihren Sinnen, sie konnten auch ihr
Wissen über Zusammenhänge in Natur und Umwelt im wahrsten Sinn „begreifen“
und vertiefen.
Eine weitere sehr lehrreiche Informationsrunde gab es einige Tage später
im Wald in Briesener Zootzen. Der Revierförster Herr Langheinrich hat
große Technik vorgeführt und gezeigt, wie Bäume zerhackt werden.
Er hat erklärt, dass die so gewonnen Holzschnitzel nach Neubrandenburg
ins Wärmekraftwerk geliefert werden und so umweltschonend für warme
Stuben sorgen. Die Jugendlichen haben gelernt, wie Bäume nach Alter und
Baumart bestimmt werden und wie das so ist mit der Fortpflanzung der Bäume.
Eine weitere wichtige Information war ebenso die Einteilung der Waldbrandwarnstufen.
Die Jugendlichen waren einhellig der Meinung, dass diese ca. 2 Stunden dauernde
Informationsrunde sehr verständlich war und von Herrn Langheinrich „gut
gemacht“.
Besonders interessierten wurde ein Besuch der Waldarbeitsschule Kunsterspring
angeboten, bei dem sich die Jugendlichen über die Aus- und Weiterbildung
der Forstwirte vor Ort informieren können.
Insgesamt wird eingeschätzt, dass dies eine gelungene Aktion war, bei
der den Jugendlichen ein gesteigertes Umweltbewusstsein nahe gebracht wurde.