Lernen bei der praktischen Arbeit
Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung
zwischen der Kooperationsschule in Friesack und unserer Ausbildungsstätte
sind inzwischen zwei Projekte entwickelt und umgesetzt worden. Unter den großen
Überschriften „Wahlunterricht“ und „ARENA Bausteine“
können sich Mädchen und Jungen der 8. Klassen im ÜAZ in den
unterschiedlichsten Bauberufen ausprobieren und sich so ein Bild über
die Anforderungen in den einzelnen Bereichen machen.
Die Schülerinnen und Schüler, die sich im Fach „Wahlpflicht“
mit den Baustoffen Holz, Stein und Farbe auseinandersetzen, treffen sich wöchentlich
jeweils für zwei Unterrichtsstunden. Sie haben im Bereich Holzbau begonnen
und CD – Ständer, Hamster- und Vogelhäuser sowie Bücherregale
gebaut. Sie konnten feststellen, dass die Holzbearbeitung gar nicht so leicht
ist, wie sie aussieht und dass auch Wissen aus der Schule wichtig für
ein positives Ergebnis ist. Sie gewannen die Erkenntnis, dass viel Übung
und Geduld erforderlich sind. Im Anschluss waren die Bereiche Farbe und Steinbau
Thema. „ Es macht schon viel Spaß, auch wenn es anstrengend ist.
Ich hätte nicht geglaubt, dass es so schwer sein wird und das man so
viel beachten muss, Maße, Arbeitsschutz, Teamarbeit. Jetzt habe ich
wenigstens eine kleine Vorstellung vom hohen Anspruch an die Bauberufe.“
Solche Aussagen kamen während der Arbeiten in der Werkstatt und bei der
Auswertung der Unterrichtsstunden.
Die Teilnehmer an der „ARENA Bausteine“ haben sich ein vielversprechendes
Projekt zur Aufgabe gemacht. Sie wollen für ihre Solarblume eine geschützte
Stellfläche auf ihrem Schulhof errichten. Dazu treffen sie sich 14tägig
in den Werkstätten der Ausbildungsstätte Friesack und arbeiten unter
Anleitung der Lehrer und Ausbilder Schritt für Schritt an der Umsetzung
der Pläne. Die aktive Mitarbeit sowie Mathekenntnisse waren bei der Planung
gefragt. Das Erstellen der Skizze und eines Modells gehörte zu den Vorarbeiten.
Handwerkliches Geschick und konzentriertes Arbeiten sind in jedem Fall gefordert.
Wie wichtig gemeinsame Absprachen und die Koordination der Arbeitsschritte
sind, davon konnten sich die Schülerinnen und Schüler überzeugen.
Diese ersten Schritte in Richtung Arbeitswelt kamen gut bei den Schülerinnen
und Schülern an. Sie sollen auch weiterhin viele positive Eindrücke
hinterlassen, Respekt vor der Arbeit der anderen schaffen und die Berufswahl
etwas erleichtern. Wichtig für die Jungen und Mädchen war auch die
entspannte Atmosphäre und der geduldig erklärende Ausbilder.